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Tipps zum Selbstverleimen

Sie können mit dem Selbstverleimen eine Menge Geld sparen. Das Verleimen von Bilderrahmen ist nicht besonders schwierig, insb. die von uns angebotenen Profile sind leicht bis sehr leicht zu verarbeiten. Erfahrungen mit Holz sind aber keineswegs hinderlich und Sie sollten, wenn Sie das erste Mal verleimen, auch nicht gleich mit Rahmen 100 x 140 beginnen, sondern Ihre Erfahrungen doch erst einmal mit Formaten um 40 x 50 sammeln. Und auch, wenn Sie bereits über Erfahrungen verfügen, sollten Sie bei teuren, echten Leisten überdenken, ob sich der zu erzielende Gewinn aus dem Selbstverleimen mit dem Risiko deckt, oder ob Sie dieses Risiko nicht doch besser uns tragen lassen.

Holz ist ein lebendes Material, das auf die umgebende Temperatur und Luftfeuchtigkeit reagiert, anders sich ausdehnt bzw. zusammenzieht, sich ggf. auch verzieht. Das Aufnehmen bzw. Abgeben von Feuchtigkeit geschieht an den verschiedenen Seiten des Holzes unterschiedlich, am meisten über die Hirnholzflächen, also den Enden des Holzes, bei Rahmen sind dies die Gehrungsflächen. Diese sollten möglichst umgehend durch das Verleimen zum Rahmen wieder verschlossen werden.

Wir schneiden deshalb unsere Gehrungszuschnitte erst am Tage des Versandes zu und versenden Sie auch niemals über das Wochenende. Sie sollten dann das Verleimen der Rahmen möglichst am Tag des Eintreffens vornehmen, allerspätestens am nächsten Tag. Am optimalsten wäre es, wenn Sie das Paket sofort nach Erhalt öffnen, damit sich die dann immer noch in Papier eingepackten Zuschnitte ca. 4 Stunden an das Raumklima anpassen können. Die umgehende Verarbeitung der Zuschnitte ist die wesentlichste Voraussetzung für das Gelingen. Sie erhalten paßgenaue Gehrungszuschnitte und das Verleimen könnte man wie folgt beschreiben: Leim dran, spannen, fertig. Haben sich die Schenkel jedoch erst einmal verzogen, brauchen Sie eine Menge Erfahrung um noch einigermaßen befriedigende Ergebnisse zu erzielen.

Sie erhalten jeden Rahmen einzeln verpackt. In der Regel (Sie haben keinen Anspruch darauf) haben wir unsere Massivholzrahmen im Wechselschnitt nach Maserung zugeschnitten. Das heißt, das Maserungsbild passt oftmals gut in den Gehrungen zusammen. Sie sollten sich vor dem eigentlichen Verleimen immer die Zeit nehmen, die Rahmen einmal zusammenzulegen, evt. auch noch einmal kurz ohne Leim zu spannen. Dabei zeigen sich evt. später auftretende Probleme und Sie sind darauf vorbereitet. Ist später erst einmal Leim an den Gehrungen muss zielgerichtet und zügig gehandelt werden. Sie sollten deshalb, insb. wenn Sie mit sehr schnell abbindenden Leimen arbeiten, den Arbeitsbereich gut vorbereiten. Gut wäre es, wenn sie eine stabile, weiß beschichtete Platte hätten, auf der Leim nicht haftet und Reste gut zu entfernen sind. Wir empfehlen Ihnen unseren Rahmenspanner, es gibt aber auch viele andere gute Systeme. Beachten Sie bitte, dass die Fläche oben passig sein sollen. In der Regel sind die Leisten auch in der Höhe maßgenau, hier können aber kleinste Abweichungen auftreten. In der Regel sind die Zuschnitte aber bereits beim Zusammenlegen, bzw. bereits nach einem leichten Spannen, überall bündig. Beachten Sie dabei aber bitte, dass die Festigkeit der späteren Leimung wesentlich vom gegebenen Druck abhängt. Geben Sie bitte also auch starken Druck, wenn sich die Schenkel wie von selbst zum Rahmen zusammenfügen.

Letzteres wird übrigens des Öfteren der Fall sein, wenn Sie die Ihnen ans Herz gelegte sofortige Verarbeitung beachten. Zur Sicherheit sollten Sie aber eine große, zwei kleine Zwingen und ein paar Holzzulagen in der Nähe haben. Mit einer Zwinge und ein wenig Geschick, ist fast jedes Problem bei Holz in den Griff zu bekommen.

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Wilhelm Busch

„Leicht kommt man an das Bilder­malen, doch schwer an Leute, die's bezahlen."

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