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Passepartout-Werkstatt Passepartout-Werkstatt

Sinn des Passepartouts

Das Passepartout schafft sowohl einen Abstand als auch einen Übergang zum Rahmen und bildet bei kleineren Arbeiten eine ruhige Fläche um das Motiv, eine Hinleitung zur Arbeit. Dies ist nötig, da man an kleinformatige Arbeiten näher herantreten muss, um etwas erkennen zu können, der Mensch sein Blickfeld aber nur begrenzt einengen kann und andernfalls gleichzeitig die Arbeit, den Rahmen und die Wand mit der Tapete sieht. 

Die bis hierhin beschriebenen Aufgaben, des Übergangs, der Verbindung, der ruhigen Fläche um das Motiv kann auch ein einfaches Papier-Passepartout erfüllen. Passepartouts aus dickerem Material verhindern den Kontakt des Bildes zum Glas. In längeren Schlechtwetterperiode, mit hoher Luftfeuchtigkeit, nehmen die Papiermaterialien im Rahmen Wasser aus der Umgebungsluft auf, das später nur schwer wieder entweichen kann und bei einem fehlenden oder nicht ausreichend dicken Passepartout zur Stockfleckenbildung auf der Arbeit führen kann.  Bei  stärkeren Passepartouts bietet es sich an, den Schnitt schräg auszuführen. Der Schrägschnitt leitet den Blick ins Bild, verstärkt die Tiefenwirkung des Bildes und ist nicht zuletzt schön anzuschauen. Wir sprechen dann vom Schrägschnitt - Passepartout. Wenn im Weiteren vom Passepartout, oder abgekürzt auch PP, gesprochen wird, ist dieses gemeint.

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Alexej von Jawlensky (1865-1941)

Für mich war es zeitlebens schwerer, den passenden Rahmen zu finden, als ein Bild zu malen.


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