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Passepartouts in ihrer Vielfalt – kurz erklärt

Das Passepartout beeinflusst die Wirkung eines Bildes ungemein. Daher ist es von großer Wichtigkeit, sich im Vorwege zu überlegen, welche Wirkung man erzielen möchte und sich außerdem über die Art des Passepartouts, Form und Farbe und die Ausschnitte und Ränder Gedanken zu machen. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Arten von Passepartouts, das aufgreifende Passepartout, bei dem das Passepartout das Bild teilweise bedeckt sowie das Passepartout mit einem eingelegten / freigestellten Bild, bei dem das Werk ohne Berührung zum Passepartout auskommt.

Neben den grundsätzlich zu unterscheidenden Passepartout-Arten gibt es in der konkreten Umsetzung des Passepartouts eine nahezu grenzenlose Gestaltungsfreiheit, um Ihre Werke in Szene zu setzen. So finden Sie bei uns nicht nur die klassischen Passepartouts für das Ausstellen Ihrer Werke in einem Rahmen, sondern auch – näher erläutert im Bereich Bildmontage - Klapp-Passepartouts und Einsteck-Passepartouts, die Sie nach Ihren Wünschen gestalten können und die beispielsweise in der Archivierung Ihrer Werke von großer Bedeutung sein können.

Das aufgreifende Passepartout: umlaufender aufliegender Rand für Schutz und Stabilität des Exponats

Das sogenannte aufgreifende Passepartout findet oft bei Aquarellen, vollflächig ausbelichteten Farbfotos und Zeichnungen Verwendung. Das Passepartout liegt in diesem Fall rund um das Bild mit 0,5 cm auf. Da die Auflage an den jeweils gegenüberliegenden Seiten des Bildes je 0,5 cm beträgt, kann man den idealen Ausschnitt des Passepartouts ganz einfach berechnen, indem man von der Gesamtgröße des Bildes an dessen Längs- und Querseite je einen Zentimeter abzieht. Ein Bild mit den Maßen 18x 27 cm würde also idealerweise in ein Passepartout mit einem Innenausschnitt von 17x 26 cm integriert werden. Hierbei handelt es sich allerdings um eine Faustregel, also einen Orientierungswert, der unter Umständen nicht für alle Arten von Passepartouts gelten kann.

So kann es zu Beispiel sein, dass das Aufgreifen von 0,5 cm pro Seite bei einem Bild kleineren Formates vergleichsweise viel – wenn nicht zu viel – sein kann. Hier kann es ausreichend sein, das Aufgreifen auf 0,2 cm je Seite zu reduzieren, also vom eigentlichen Format des Bildes nur 0,4 cm abzuziehen statt dem Orientierungswert von 1 cm.
Generell gilt: Je kleiner das Bild und je aufwendiger eventuell die Randgestaltung des auszustellenden Bildes, desto behutsamer gehen wir bei der Planung des aufgreifenden Passepartouts vor – oder verzichten sogar vollkommen auf das Aufgreifen, indem wir ein eingelegtes oder freigestelltes Passepartout verwenden.

Eingelegtes oder freigestelltes Passepartout: kleine Werke mit großer Wirkung

Wenn ein auszustellendes Werk eher von geringer Größe ist oder an den Rändern besonders verziert ist, sollte es möglichst in seiner Ganzheit gezeigt werden, um kein Detail zu verlieren. Ein aufgreifendes Passepartout, bei dem ein (kleiner) Teil des Bildes unter dem Passepartout verschwindet, wäre hier nicht die optimale Lösung.
Für ein eingelegtes Passepartout wird das Bild zunächst auf einen Hintergrund aus Karton aufgebracht, welcher zumeist farblich an das Passepartout angepasst ist. Das Passepartout selbst greift dann auf den Hintergrund auf, nicht aber auf das gezeigte Bild - dieses liegt also freigestellt im Passepartout.

Bei der Wahl des Bildausschnittes wird naturgemäß anders vorgegangen als beim aufgreifenden Passepartout. Hier wählen wir einen Innenausschnitt für das Passepartout, der (zumindest ein wenig) größer ist als das Exponat. Die genaue Beschaffenheit des Ausschnitts ist abhängig vom Einzelfall und vom persönlichen Geschmack des Künstlers bzw. des Ausstellenden.
Es gibt Motive, die sich besonders dafür eignen, mit einem Passepartout ausgestattet zu werden, das einen gewissen Abstand zum Werk einhält. Dies gilt vor allem für Werke, die das Papier, auf dem sie erstellt wurden, nicht vollflächig ausfüllen. Wir finden sie vor allem als Radierungen und Holzschnitte, aber auch Siebdrucke oder Lithografien zählen dazu.
Auch ist zu bedenken, dass es unter Umständen sein kann, dass ein Künstler sein Werk unterhalb des Motivs signiert und gegebenenfalls die Jahreszahl seiner Entstehung hinzugefügt hat. Damit auch diese Details später zu sehen sind, muss der Platz, den diese Signatur einnimmt, für den Ausschnitt des Passepartouts mit berücksichtigt werden.

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