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Passepartout-Arten

 

Die Arten von Passepartouts können in 3 Gruppen unterteilt werden.

 

PP aufgreifend

Bei Aquarellen, Zeichnungen und Farbfotos (wenn sie, wie meist üblich, vollflächig ausbelichtet sind) greift das PP meist auf das Papier auf. Das Maß des PP-Ausschnitts lässt sich am einfachsten bestimmen, wenn Sie vom Papiermaß 1 cm abziehen. Das PP liegt dann rundumlaufend 0,5 cm auf.

Der Ausschnitt eines PPs für ein Foto im Maß 30 x 45 wäre dann also 29 x 44 cm groß.

Der abzuziehende 1 cm ist ein praxisgerechtes Maß, das Ihnen beim späteren Befestigen des Blattes ein wenig "Spiel" und damit zügiges Arbeiten erlaubt.

Bei großen Blättern, aus schwerem Büttenpapier, kann dieser 1 cm (oder auch das Aufgreifen von 0,5 cm) sogar zu wenig sein, da sich derartige Papiere in Perioden starker Hitze und Trockenheit auch stark zusammenziehen und dann letztlich unter dem PP hervorschauen können. Schlimmer noch ist es, wenn sie dann beim späteren "wieder Ausdehnen" nicht unter das PP zurückgehen.

Bei kleineren Motiven, z.B. Aquarellen, Zeichnungen im Format einer Postkarte aber, kann dieser 1 cm, genauer das Aufgreifen von 0,5 cm ,relativ viel sein. Und hier wäre auch ein Aufgreifen von 2 mm an jeder Seite ausreichend, allerdings sollte es auch nicht weniger sein. Nach dem Messen des Außenformates würden dann also 0,4 cm abgezogen. Bei einem einem sehr kleinen Motiv aber, z.B. einer wertvollen Briefmarke oder einer Miniatur auf Elfenbein wären auch 2 mm zuviel. Außerdem gibt es Arbeiten, die unabhängig von ihrer Größe, schöne Ränder zeigen, wie es manchmal bei Büttenpapieren und fast immer bei Japanpapieren der Fall ist. Diese sollten dann auch gezeigt werden. Das heißt, das Blatt sollte im PP eingelegt/freigestellt werden.

 

In PP eingelegt / freigestellt

Kleinere Arbeiten, wie das gezeigte postkartengroße Aquarell von Wolfgang Kahle aus der Serie "Eßt mehr Obst" sollten "vollständig" gezeigt werden. Aber auch jede Arbeit mit dekorativen Rändern, wie sie z.B. Japanpapiere zeigen, sollte eingelegt/freigestellt gezeigt werden.

Die Arbeit wird dann meist auf einem Kartonzuschnitt in der gleichen Farbe wie das PP montiert.

 

 

PP mit Abstand zum Motiv

Bei Radierungen, Lithografien, Siebdrucken, Holzschnitten, Barytabzügen, Gicgleé-Drucken u.a. Techniken ist das Motiv kleiner als das Papier und das PP sollte einen Abstand zum Motiv haben.

Barytabzüge werden auch heute noch meist, wie traditionell beim Foto üblich, auf der Rückseite signiert und gestempelt, teilweise aber auch schon wie Radierungen oder auch der hier gezeigte Gicleé-Druck von Manfred Wegel unten rechts unter dem Motiv signiert und evt. auch mit dem Jahr des Entstehens versehen. Links ist dann die Auflage zu sehen.

 

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Für Interessierte haben wir eine kleine Auswahl an weiterführender Lektüre ins unserer Literatursammlung zusammen getragen.
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