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Passepartout-Werkstatt Passepartout-Werkstatt

Gestaltungstipps

Bei den nachfolgenden Bildern werden Sie ein grundsätzliches Gestaltungsmittel entdecken, das wir Ihnen auch empfehlen möchten. Bei der Leiste wurde ein Profil, eine Farbe, eine Art der Oberflächenausführung oder auch eine Kombination daraus gewählt, die sich im Bild wiederfinden bzw. die Bildaussage unterstützen. 

Jeder der nachfolgenden Absätze wird in Kürze mit den angesprochenen Bildern ergänzt.

Die beiden Portraits, die wir auf dem Dachboden in bemitleidenswertem Zustand von Passepartout und Bilderrahmen fanden, sind mit ziemlicher Sicherheit die Erbauer unseres Gebäudes, dem ehemaligen Gasthaus "Peter Nack". Die Fotos dürften um 1900 - vielleicht sogar um 1880 - entstanden sein. In dieser Zeit zeigte man sich so ernst und würdevoll auf Fotos, insbesondere wenn man jemand war. Die schlichte strenge Leiste von Aicham soll dies unterstreichen.

Die in Sepiatönen gehaltene Fotopostkarte um 1900 wird im kräftigen Braun des oberen Passepartout aufgenommen, zu dem ein Passepartout in einem dunkleren Chamois hinführt. Die Silberkante der Leiste passt zum Winter und ihre in Sepiatönen getupfte Fläche harmoniert mit dem diesigen Wetter der Postkarte. Die Breite des Passepartouts ist arg an der Grenze, zu klein zu sein. Haben Sie Ähnliches vor, würden wir Ihnen empfehlen an jeder Seite mindestens 1 bis 2 cm hinzuzugeben. Die Aufhänger wurden bewusst relativ groß gewählt und sichtbar montiert.

Die moderne kleine Radierung wird in einer sehr traditionellen, schlichten Grafikleiste gezeigt. Ihr auf schwarzem Poliment durchriebenes Silber sowie das blaugrau des PPs mit seiner silber abgeklebten Schnittkante harmonieren mit dem Blau der Radierung und ihren schwarzen Linien. Der Abstand zwischen PP und Motiv wurde gut gewählt. Auch die Breite der Passepartoutränder sind harmonisch, dürfen aber auch keinen Millimeter kleiner sein. Im Gegenteil könnte auch diese Rahmung einige Zentimeter größer sein.  Auch wenn das bis hierhin Beschriebene in sich logisch klingt und die Rahmung insbesondere für ein Zimmer mit antiker Einrichtung als gelungen bezeichnet werden kann, muss sie natürlich nicht so ausgeführt werden. Auch eine moderne blaue Lackleiste wäre z.B. denkbar, die sich harmonisch ein ein modernes Zimmer einfügt.


Grafik- vs. Ölgemäldeleisten


Unter dem Begriff Grafikleisten werden meist schmalere und meist auch schlichtere Leisten zusammen gefasst. 

Einige haben übrigens über die Jahrhunderte bis heute ihre Bedeutung erhalten. So stammen die breiteren, flacheren Naturholzleisten oder auch Wurzelholzoberflächen aus dem Biedermeier und hier stammen auch die wunderschönen Berliner Leisten her, die nicht nur bei alter Grafik hervorragend wirken können, sondern fast mehr noch bei moderner.


Beispielbild
Nummer 1


Beispielbild
Nummer 2


Beispielbild
Nummer 3

Zeitlos und auch seit langem bekannt sind schmale schlichtere Silberleisten in verschiedenen Profilen.

Aber Grafikleisten können auch breiter sein und dunkle Töne, bzw. schwarz kombiniert mit Silber.


Beispielbild
Nummer 1


Beispielbild
Nummer 2


Beispielbild
Nummer 3

Nicht zuletzt sei noch angemerkt, dass Sie Grafik auch sehr schön in breiteren Leisten oder auch solchen, die eigentlich für Ölbilder gedacht sind, rahmen können. Meist ist es dann lediglich nötig, dass Passepartout so breit zu wählen, dass es der Arbeit genügend Abstand zur Leiste bietet. Erst sollten Sie sich aber ansehen, welche verschiedenen Glasqualitäten es gibt.

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Verpackungskünstler bei der Arbeit

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