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Color Management und Monitoreinstellungen

Dieser Begriff geistert inzwischen durch die ganze digitale Bilderwelt und hat auch wirklich entscheidende Bedeutung für unsere Zusammenarbeit. Um das Problem zu verdeutlichen: Unsere Sprache ist schon nicht sehr genau mit der Beschreibung von Farben – "Kirschrot" kann man sich vorstellen, vielleicht noch "Erbsengrün" – aber schon da ist nicht ganz klar, ob man gerade TK-Erbsen oder Dosenerbsen vor sich sieht...

Ähnlich ist es mit den Computern. Die Annahme, dass ein exakter Zahlenwert mit den Kompo­nenten Rot-Grün-Blau eine Farbe eindeutig beschreibt, ist leider falsch. Neben den ganzen physiologische "Unlinearitäten", die unserem Farbempfinden inne sind, muss ich in dem RGB Beispiel zumindest noch die verwendeten Grundfarben "Rot" "Grün" und "Blau" beschreiben – und die unterscheiden sich auf einem Fernseher ganz erheblich z.B. von denen eines TFT-Flachbildschirms. Diese Beschreibung der Messbedingungen ist ein Teil eines funktionierenden "Color Management Systems".

Was wir von Ihnen brauchen sind "profilierte" Dateien, Bilddaten also, denen ein Farbprofil angehängt ist, das genau beschreibt, wie die einzelnen RGB Farbwerte der Datei zu interpretieren sind. Dazu ein paar "Hausnummern": Bilder von normalen Digitalkameras (keine Spiegelreflex) sind immer abgestimmt auf den sRGB Farbraum, ebenso sind normale PCs und auch Webbrowser auf sRGB Farben getrimmt. Bei den höherwertigen digitalen Spiegelreflexkameras können Sie meist den zu verwendenden Farbraum einstellen: sRGB oder AdobeRGB zum Beispiel. Wichtig ist dann allerdings, dass Ihr Monitor, mit dem Sie die Bilder bearbeiten, ebenso wie die Applikation, mit der Sie die Bilder betrachten wollen, ebenfalls "Color-gemanaged" sind – ein Bild im AdobeRGB Quellfarbraum sieht sonst schlicht blass aus. Mehr dazu im ausführlichen Theorieteil.

Ein Punkt ist allerdings noch besonders wichtig: Die Einstellungen Ihres Monitors. Auf unserer Website finden Sie verschiedene Grau- und Farbkeile, deren Stufen Sie in etwa so sehen sollten, wie in der Anleitung beschrieben. Ansonsten sehen Sie Details in Ihren Bilddateien, die wir ganz anders sehen und die Absprache zwischen uns wird sehr kompliziert.

Monitorgamma: Ein ganz wichtiger Begriff, der leider häufig unverstanden bleibt... Hier ein möglichst einfacher Erklärungsversuch: Mit dem Kontrast- und Helligkeitsregler Ihres Bildschirms stellen Sie die Extrempositionen der Tonwerte auf dem Monitor ein (Ironie der Namensgebung: Kontrast stellt die Helligkeit des hellsten Weiß ein; Helligkeit den Schwarzwert!), Gamma beschreibt, welcher Kurve die Tonwerte dazwischen folgen. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da unser Helligkeitsempfinden nicht gleichmässig der Lichtstärke folgt. Eine zum Monitor passende Gammaeinstellung der Grafikkarte ist deshalb wichtig, weil wir aus den uns zur Verfügung stehenden 256 Abstufungen pro Farbkanal (= 3x 8bit = 24bit RGB) möglichst viele sichtbar unterscheidbare Tonwerte auf dem Bildschirm erhalten wollen. Mit den auf unserer Website verfügbaren Dateien sollte es Ihnen gelingen, Ihren Monitor zumindest grob auf ein passendes Gamma zu bringen und damit die unterschiedlichen Tonwerte in den Dateien alle unterscheidbar darzustellen.

Dieser Graustufenkeil stellt 26 Tonwerte in 10er Schritten zwischen RGB 255 – RGB 5 dar. Sie sollten auf Ihrem Monitor idealerweise alle Tonwerte unterscheiden können. Zumindest sollten Sie aber Tonwertstufungen zwischen C...X erkennen können.

 

Mit dem folgenden Testfeld können Sie den für Ihren Monitor eingestellten Gammawert erkennen: Kneifen Sie Ihre Augen zusammen und sehen Sie sich den Graukeil aus einiger Entfernung an. Dort, wo Sie keinen Unterschied zwischen dem gestreiften Grauwert und dem Grauverlauf sehen, können Sie Ihren Gammawert ablesen. Sie sollten Ihren Monitor auf einen Gammawert von etwa 2,2 einstellen.

Dies geht am besten mit einen Messgerät zur Monitor Kalibrierung, notfalls aber auch mit dem Softwaretool "Adobe Gamma", das im Programmordner von Photoshop liegt. Der Gammawert wird in Ihrer Grafikkarte programmiert; Sie benötigen also eine Software, die die Farbtabelle (Color LookUp Table - CLUT) Ihrer Grafikkarte verändert.

 

 

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