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Öl- & Acrylbilder einrahmen

Im Gegensatz zu Grafik & Fotos haben Bilder in Öl und Acryl genug Eigenkraft direkt vom Rahmen umgeben zu sein. Bei sehr kleinen Arbeiten und bei Arbeiten auf Papier bietet sich aber auch das Verwenden von Passepartouts an.

Auf die Wirkung der verschiedenen Formen, die die Gesamtwirkung des Bildes maßgeblich beeinflussen können, wird unter "Leistenformen" näher eingegangen.

Allgemeine Betrachtungen welche Rahmen für Ölbilder geeignet sind, finden Sie im Hauptpunkt Rahmungen unter Ölgemäldeleisten. Hier geht es mehr um technische Betrachtungen und Probleme der unterschiedlichen Einrahmungsarten.

Lassen Sie uns die Problemstellung der verschiedenen Einrahmungsarten vom Träger der Arbeit abhängig machen:

 

Arbeiten auf Keilrahmen

Hier bieten sich grundsätzlich 3 Arten  an

 

rahmenloses Zeigen

von Arbeiten auf Keilrahmen ist zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Textes im Jahre 2008 eine seit mehreren Jahren verbreitete Mode, die in früheren Jahrhunderten undenkbar gewesen wäre. Siehe hierzu auch der Sinn des Rahmens und die Geschichte des Rahmens.

Haben Sie vor, Ihre Arbeit rahmenlos zu zeigen, so sollten Sie den Bildrand entsprechend gestalten oder sauber ausführen. Überlegenswert wäre es weiter, statt einen normalen 18 mm hohen Keilrahmen, lieber einen 45 mm hohen Keilrahmen zu wählen, der dekorativer zur Geltung kommt, aber auch meist eine höhere Grundstabilität aufweißt.

Schattenfugenrahmen

Bilder auf Keilrahmen können aber auch sehr gut in so genannten Schattenfugenleisten gezeigt werden,  die man als Winkelleiste charakterisieren könnte.

Bei dieser Leistenart verschwindet nichts der Ölbilder im Falz der Leiste. Die Leinwand ist voll sichtbar. Sie wird von einer meist ca. 1 cm breiten Schattenfuge umgeben. Viel größer sollte  nicht sein, insbesondere nicht, wenn die Leinwand nicht hinten, sondern seitlich genagelt/getackert ist oder wenn der Leinwandrand nicht sehr sauber ausgeführt ist. Unser Programm schlägt (später) eine Schattenfuge von 1 cm vor und läst eine wesentlich breitere zu, die letztlich nur von der minimalen Auflage des Keilrahmens von von 0,5 cm bestimmt ist.

In der Regel ist die Schattenfugenleiste für Ölgemälde in Holz ausgeführt - sie wird aber inzwischen auch in Aluminium angeboten.

 

 

"normale" Rahmen

Alle Rahmen mit einer Falztiefe gleich, größer des Keilrahmens - ein Standardkeilrahmen ist ca. 18 mm hoch - können problemlos für die Rahmung von Bildern auf Keilrahmen eingesetzt werden.

Aber auch Leisten mit geringeren Falztiefen - bei denen der Keilrahmen also hinten heraussteht - lassen sich immer dann einsetzten, wenn der Keilrahmen nicht mehr heraus schaut, als die Breite der Leiste minus der Falztiefe ist. Oder anders, ist die Breite der verbleibenden leiste mindestens ebenso wie der Keilrahmen herausschaut, so kann nur absichtlich und mit Mühe hinter den rahmen geguckt werden. Im Gegenteil könnte man sich die nun ergebende "Schattenfuge" zur wand hin, als gestalterischen Vorteil betrachten.

Häufig ist die Falzhöhe der zur Verwendung kommenden Leiste zu klein, wodurch der Keilrahmen hinten herausragt, was jedoch kein Problem darstellt, da sich beim Hängen eine Schattenfuge ergibt, die in aller Regel zu einem vorteilhafteren Aussehen der gehängten Einrahmung führt.

Anmerkung 1: Bei der Rahmung von Arbeiten auf Keilwand sollte die Falzmaßzugabe erheblich größer als bei einer Grafikrahmung sein muss, da die Leinwand stärker arbeitet und ein "Nachspannen des Keilrahmens möglich sein muss.

Anmerkung 2: Auch diese Rahmung kann theoretisch aus 1-n Rahmen bestehen, wobei jeder der Rahmen eine Slipleiste haben könnte.

 

Arbeiten auf Malpappe, Holz, Alu, etc.

Gemeint sind hier Träger, die in sich steif und in der Regel weniger als 1 cm stark sind und bei denen dann jeder Rahmen Verwendung finden kann.

 

Arbeiten auf Papier

Diese Arbeiten sind in sich nicht steif --- Rückwand -- Passepartout- Kastenrahmung - Glas

 

Verwenden von Passepartout

Lassen Sie uns hier anmerken, das es z.B. in Italien üblich ist, Ölgemälde jeder Größe in Passepartouts zu zeigen, die dann häufig noch eine Filetleiste haben.

Ansonsten werden Passepartouts meist nur bei kleineren Arbeiten verwendet. Insbesondere bieten sich hierfür Passepartouts mit Leinenoberflächen und auch Filetleisten an.

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Alexej von Jawlensky (1865-1941)

Für mich war es zeitlebens schwerer, den passenden Rahmen zu finden, als ein Bild zu malen.


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